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11.06.2009
Arcandor-Insolvenz hätte verhindert werden können
Als "schlechte Nachricht - vor allem für die Beschäftigten", hat Frank-Walter Steinmeier die Insolvenz von Arcandor kommentiert. Verantwortlich sei die mangelnde Bereitschaft unter anderem der Eigentümer, sich substanziell an der Rettung zu beteiligen. Die SPD werde weiter an der Seite der Beschäftigten stehen.

Nach der Entscheidung des Unternehmens für die Insolvenz kritisierte Steinmeier am Dienstag die mangelnde Bereitschaft der Verantwortlichen, die eigenen Anstrengungen zu erhöhen - und verwies auf den langen und harten Kampf der Beschäftigten für die Zukunft des Unternehmens. "Sie haben über viele Jahre erhebliche finanzielle Opfer gebracht, um Karstadt und Quelle wieder nach vorne zu bringen, die nicht zuletzt durch Managementfehler in eine schwierige Lage gekommen waren."

In den vergangenen Wochen hatte der Vizekanzler intensive Gespräche geführt mit den Betriebsräten und dem Management von Arcandor, mit den Eigentümern und den Vermietern, mit der Metro und mit anderen möglichen Investoren. "Ziel war es, die Insolvenz zu verhindern und möglichst viele Arbeitsplätze und Standorte zu erhalten", so Steinmeier.

Noch am vergangenen Montag hatte die SPD dafür gesorgt, dass das Arcandor-Management zwei weitere Tage erhält, vor allem um eine Lösung für Primondo/Quelle zu finden, deren Arbeitsplätze jetzt vor allem bedroht sind. Dafür hätten Eigentümer, Banken und Investment-Gesellschaften einen eigenen substanziellen Beitrag zur Rettung des Unternehmens anbieten müssen. "ch bedauere, dass es dazu keine hinreichende Bereitschaft gab", sagte Steinmeier und zeigte sich überzeugt, dass die Insolvenz hätte verhindert werden können, "wenn alle an einem Strang gezogen hätten".

Deutlich kritisierte der Vizekanzler das Missmanagement und mangelndes Engagement der Verantwortlichen. Dies werde jetzt auf den Schultern der Beschäftigten abgeladen. Die SPD, sagte Steinmeier zu, werde auch weiterhin an der Seite der Beschäftigten stehen und sich für ihre Belange einsetzen.

Von der Insolvenz betroffen sind nach Unternehmensangaben rund 43.000 Frauen und Männer.

Zum Originalartikel auf frankwaltersteinmeier.de »»


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